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Importbräute - Mein Schleier, das Henna und ihre Tränen — Theaterprojekt von Merve Kayikci und Doro Schroeder
AKA:NYX in Kooperation mit dem Brechtfestival und dem Staatstheater Augsburg • Stationentheater in Augsburg-Oberhausen,
Beteiligte
Es spielen | Elif Esmen & Karoline Stegemann |
Ayse Karaagac, Ruken Nas, Rin Proißl, Miriam Radlinger, Payman Rasho, Marie Schweizer, Sinan Yildirim |
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Text | Merve Kayikci |
Regie & Text | Doro Schroeder |
Kostüme | Marie Wildmann |
Produktionsleitung | Lisa Bühler |
Wenn eine Frau aus dem Fenster schaut und sich fragt, ob es hoch genug ist – und dennoch bleibt, kocht, putzt und lacht, dann trägt sie eine Geschichte in sich. Diese Geschichten werden Freundinnen anvertraut und Töchtern erzählt, wenn sie alt genug sind. Doch keinem anderen, denn niemand sonst würde sie verstehen. Die Frauen sind von weit her an einen Ort gekommen, an dem sie nichts kennen – außer ihren Ehemann. Und dieser Mann wird alles für sie.
Merve Kayikci und Dorothea Schroeder haben mit vielen solcher Frauen in Deutschland gesprochen. Ihre verblassten Träume und gewachsenen Hoffnungen leben mit uns in diesem Land. Aus den Erzählungen ist ein interaktives Stationentheater entstanden, das uns alle einlädt, diese Mütter, Nachbarinnen und Mitmenschen nun wirklich zu sehen, zu verstehen – und ihre Namen zu lernen.
Süddeutsche Zeitung vom 23.2.25
… genau in dem Moment, in dem einen das Gefühl beschleicht, jetzt wird das vorgeführte Ritual doch zu einem folkloristischen Klimbim, lässt Schroeder mit Gespür für exaktes Timing den Abend umschlagen. Dann wird es richtig aufregend. (…) Und dann erkennt man, dass man sich nicht zurücklehnen kann, dass hier einerseits ein Clash von Kulturen erzählt wird, andererseits einem aber einiges vertraut vorkommt. Rollenverhalten, weibliche Selbstdefinition, man denkt an die eigenen Eltern. Man lernt, man denkt sehr viel, auch nach dem Abend, sinnlich angeregt.
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Augsburger Allgemeine vom 27.2.2025
Es ist die theatralische Kraft der beiden Darstellerinnen und die Verschränkung von öffentlichem Raum mit Theater, die diese Aufführung zu einem beinah historischen Dokument machen. Und zu einer politischen Botschaft. Denn ausbrechen, vom Objekt zum Subjekt der eigenen Geschichte zu werden, den Kampf kennen Frauen überall auf der Welt.
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Theater der Zeit vom 25.2.2025
Die Schauspieler:innen Elif Esmen und Karoline Stegemann erzählen wahre Geschichten von sogenannten Importbräuten. (…) Vom Clash der Kulturen, aber vielmehr noch vom Patriarchat, kulturunabhängigen Rollenbildern, Erwartungen und Hoffnungen, die sich nur hart erkämpft einlösen können. Esmen und Stegemann erzählen diese Geschichten so, dass es einem den Atem anhält – zurücklehnen ist nicht.
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